Mehr als nur ein Freizeitpark, Montag 29.10.2012

Mein Tag begann, wie jeder andere auch, um 5:30 Uhr morgens. Ich machte mich fertig, und wir machten uns um 6:30 Uhr auf den Weg zur Schule. Dort angekommen stand, wie an jedem anderen Morgen, eine Besprechung mit allen deutschen und amerikanischen Lehrern an. In dieser Besprechung ging es hauptsaechlich um unseren heutigen Ausflug.

Wir arbeiteten wie jeden Morgen an unserem Projekt “Work and leisure time activities in Florida and the Ruhr Region”. Nach dem Unterricht  machten wir uns schliesslich auf den Weg nach Tampa zum Freizeitpark „Busch Gardens“.

Da aber ueber die Haelfte der Gruppe nicht gefruehstueckt hatte, machten wir einen Zwischenstopp bei Burger King. Burger am fruehen Morgen, sehr gewoehnungsbeduerftig. Aber naja, wir sind in Amerika! 😉

Endlich am Freizeitpark angekommen war die Freude so gross, dass Einige von uns kaum warten konnten loszuziehen. Wir hatten insgesamt ca. 5 Stunden Zeit, um in dem Park Alles auszuprobieren.

Wir, Jonas, Eva, Emir, Kathi und ich, haben zuerst die Holzachterbahn ausprobiert, aber diese aehnelte sehr die der im Movie Park in Deutschland. Also war sie nichts Besonderes und vor allem nichts Neues.

Als wir weiter in „Busch Gardens“ rumliefen, fielen uns riesige Alligatoren auf und gleichzeitig stellten wir fest, dass der so gennante „Freizeitpark“ gleichzeitig einen Zoo beinhaltete. Von den genannten Alligatoren ueber Orang-Utahs, Elefanten, Geparden, Giraffen und Nilpferden, bis zu weissen Tigern war alles dabei.

Wir nahmen uns den Parkplan zur Hilfe um die Orientierung nicht zu verlieren, denn es war sehr einfach sich in diesem Park zu verlaufen! 😉 Auf diesem Plan sahen wir dann auch, dass der Park nach Laendern und Staedten wie zum Beispiel Aegypten, Nairobi, Timbuktu, Kongo oder Stanleyville aufgebaut ist.

Nachdem wir einige weitere Achterbahnen ausprobiert hatten, stieg der Adrenalinspiegel gewaltig. Von „Ein-Looping-Achterbahnen“ bis zu Achterbahnen, in dessen Looping noch weitere Schrauben eingebaut waren, haben wir alles mitgemacht.

Schon bevor wir in den Park gegangen sind, wussten wir, dass es dort die beruehmte „SheiKra“ gibt. „SheiKra“, die Achterbahn, die im 90 Grad Winkel nach unten faehrt, und DAS genau 2 Mal. Ich persoenlich habe nicht gewusst, dass es diese in Tampa gibt, aber ich habe sie schon bei Galileo gesehen! 😀 🙂

Ok, nach einer laengeren Diskussion habe ich mich ueberreden lassen auf diese „Achterbahn“, nein, auf diesen Adrenalinkitzel zu gehen.
Wir standen in der Schlange und warteten und obwohl wir noch nicht in den Sitzen sassen, konnte ich mein Herz bis zum Hals schlagen fuehlen. Ich hatte echt Angst!
Als wenn das nicht schon genug waere, nein, meine Gruppe wollte unbedingt in die erste Reihe. Die Reihe, die ganau beim Herunterfahren auf den Boden gucken kann. Ich wollte mich weigern, aber dafuer hatte ich keine Zeit, denn ploetzlich schrie jemand, dass genau 5 Sitze in der ERSTEN REIHE frei waeren und wir waren 5 Leute. Schliesslich sassen wir doch in der ersten Reihe. In dem Moment, in dem die Achterbahn losgefahren ist, machte ich meine Augen zu und habe mich innerlich gefragt:“Warum mache ich das hier ueberhaupt?“ Dann ging es 200 feet, also ca. 61 Meter nach oben. Auch der Ausblick auf die Skyline von Miami konnte mir die Angst nicht nehmen.
Ich wollte nur, dass es so schnell wie moeglich voerbei ist. Oben angekommen fuhren wir an die Grenze zum Abgrund und blieben stehen! Ich habe mich nicht getraut, meine Augen aufzumachen. Als ich sie dann doch fuer einen kurzen Moment aufmachte ging es auch schon runter.

Freier Fall aus gut 60 Metern mit dem Blick nach unten und von da aus in einen Looping. Ich dachte das Schlimmste ist geschafft, nein, das war es nicht. Den ersten freien Fall hatte ich geschafft, aber es kam noch einer. Meine Angst war ploetzlich wie weggeweht. Ich habe zwar geschrien aber nicht mehr aus Angst, sondern, weil das so viel Spass gemacht hat.
Als die Fahrt dennoch zu Ende war, musste ich mich erstmal setzen, denn mein ganzer Koerper fuehlte sich an wie Wackelpudding.

Jetzt kann ich sagen: Ich war auf der SheiKra!

Eine Stunde bevor wir wieder am Ausgang sein sollten, sind wir schliesslich nochmal auf die SheiKra gegangen, und wieder sassen wir in der ersten Reihe. 🙂 Das Gefuehl ist einfach genial (Und die Fotos, die gamacht wurden uebrigens auch 😉 )
Da die Fahrt nur ca. 3 Minuten ging, hatten wir noch genug Zeit, um die letzte Achterbahn, auf der wir noch nicht waren, auszuprobieren.

Sie hiess „Montu“ und beinhaltete gefuehlte 10 Loopings und Schrauben.
Nach dem ersten Mal waren wir so begeistert und gingen direkt nochmal auf die Achterbahn. Da es keine Warteschlange gab, kamen wir auch direkt wieder dran. Man sagt:“Alle guten Dinge sind 3!“ – Also hiess es: nochmal fahren. Danach war aber auch Schluss, denn einigen von uns wurde schlecht.

Als wir dann wieder auf dem Weg nach Hause waren, hatten alle Hunger und wir machten einen Halt, wie nicht anders zu erwarten, bei McDonalds.

Der Tag hat sich richtig gelohnt und ist eine Wiederholung wert!

Julia Schnittker

2 Gedanken zu „Mehr als nur ein Freizeitpark, Montag 29.10.2012

  1. Cornelia Wunsch

    Das wäre was für Jonas kleinen Bruder gewesen. Dann hättest du in der zweiten Reihe Platz nehmen können. 🙂

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